Um und Yang - die Dualität

"'Zuviel Yang' könnte man Macho nennen, 'zuviel Yin' Zuckerwatte.
Das erste, in seiner unbeugsamen Rigidität, wird vom Wind besiegt, der bald die Schwäche von zuviel Stärke entdeckt. Das zweite errichtet durch seine Schlaffheit - wie zu lang gekochte Spaghetti - eine Tyrannei der Hilfslosigkeit."

Chungliang Al Huang


Um Yang (chin. Yin Yang) bezeichnet die Polaritäten, die das Sein bilden und zwischen denen das Sein sich bewegt. Diese Polaritäten entstanden durch die Teilung der Einheit und bilden die zwei Hälften eines Ganzen.

Um ist die weibliche Polarität, das Aufnehmende, das Weiche, das Gebärende. Seine Sinnbilder sind die Erde und der Schatten. Yang ist die männliche Polarität, das sich Ausdehnende, das Harte, das Erzeugende. Seine Sinnbilder sind der Himmel und das Licht.

Um und Yang sind mehr komplementäre als gegeneinander wirkende Kräfte, sie bedingen einander, fließen ineinander, befruchten einander. Wie könnte dann eines davon besser oder richtiger sein als das andere?